Liebe Leserinnen und Leser

Wir leben in einer wunderschönen Region – die sogenannte Work/Life-Balance – ist hervorragend. Die Welt bewegt sich. Fernost boomt, Nordamerika wächst schneller als „Old Europe“. Alles Themen, die wir vom schönsten Ort der Welt aus nicht wirklich beeinflussen können. Was wir hingegen tun können, ist die unmittelbare Nachbarschaft zu pflegen und zu hegen. Im Westen steht die Zusammenarbeit mit der Metropolitanregion Zürich an und im Südosten die Zusammenarbeit mit dem Kanton „Säntis ;-)“. Aber auch die Grenzüberschreitung ist wichtig. Der Bodensee trennt einerseits räumlich, aber andererseits vereint er die Anrainer im Geist. Das aktualisierte Raumkonzept Schweiz ist kürzlich publiziert worden und nach jahrelangem „Bohren“ in Bern ist die Rolle des internationalen Bodenseeraums gestärkt worden. Zur Vertiefung habe ich drei Artikel beigefügt. Die Mitteilung seitens des Kantons St. Gallen zum Raumkonzept, sowie die dazu passende Webseite der „Handlungsräume“. Das sind keine kurzfristigen Weichenstellungen, sondern sie zielen in die mittlere Zukunft. Etwas, was wir durch unsere Aktionen mit beeinflussen können. Die dritte Anlage ist die spannende, anregende Studie zum Internationalen Bodensee Konferenz Vorsitz des Kantons Zürich mit Blick auf das Jahr 2050. Die kurzen Wege im wahrsten Sinne des Wortes sind eine der Hauptaktiven in unserer Region. Eigentlich jedes technische Problem lässt sich lösen, ohne in einen Flieger steigen zu müssen. Die Regionen sind hier verankert, sie können nicht wegziehen. Gut wird die Nachbarschaft gepflegt.

Als zweites Thema, das ich Ihnen vor Ostern näher bringen will, ist der Wettbewerb „I see you“ vom BFU. Spielen sie diesen durch. Er zeigt einmal mehr auf, wie wir uns selbst überschätzen, uns von unserer vermeintlichen Erfahrung täuschen lassen. Drei Bilder können wir pro Sekunde verarbeiten und wohl auch entsprechende Handlungen auslösen. Ein Kinofilm arbeitet mit 24 Bildern, ein moderner Video mit 60. Trotzdem „ruckelt“ unser Sehen nicht. Die Lücken werden wohl mit Erfahrung und Erwartung gefüllt, bis es kracht. Wenn der Gegner im Strassenverkehr gleicht denkt wie ich, dann sehen wir zusammen schon sechs Bilder. Die Chancen für ein unfallfreies Miteinander verbessern sich rapide. Aber was ist, wenn einer das „doppelte“ Netz einreisst?

Als zweite Beilage zu diesem Thema habe ich den „selective attention test“ beigefügt. Schauen Sie ihn auf einem grösseren Bildschirm als auf ihrem Mobile an. Immer wieder spannend!

Ich wünsche Ihnen eine unterhaltsame Lektüre und erholsame Ostern.

Bestens Grüsst

Hans-Jörg Schoop
Stiftungsrat Think Tank Thurgau

Aktualisiertes Raumkonzept Schweiz stärkt die Rolle des internationalen Bodenseeraums

Handlungsräume

Handlungsfelder für den Internationalen Bodenseeraum

IBK-VORSITZ KANTON ZÜRICH 2026INTERNATIONALE BODENSEE-KONFERENZ

Der Thurgau wird nicht an den Genfersee ziehen und gute Nachbarschaft endet nicht an der Landesgrenze. Sie entsteht dort, wo wir uns füreinander interessieren.

Wettbewerb I see you

selective attention test

Bildquellen

  • : Hansueli Krapf