Liebe Leserin, lieber Leser
Liebi, Sex und Öpfelbömm – Welche Chancen, Möglichkeiten und Risiken bringen Beziehungen in einer Zeit, in denen alles flexibler, individueller und unsicherer wird?
Am diesjährigen Wissenschaftskongress des Think Tank Thurgau diskutieren wir Fragen rund um dieses Thema. Der Apfelbaum steht dabei nicht nur symbolisch für den Thurgau, er ist auch Sinnbild für das Leben und die Beziehungen, die uns begleiten.
Der TTT-Wissenschaftskongress findet am Donnerstag, den 04.06.2026 von 08:45 – 16:45 Uhr in Kooperation mit der kantonalen Fachstelle Kinder-, Jugend- und Familienfragen sowie der Perspektive Thurgau im Casino Frauenfeld statt.
Am Kongress wollen wir mit Ihnen, mit Expertinnen und Experten über die Schwierigkeiten, aber eben auch über gesellschaftliche Lösungen und Zukunftsvisionen sprechen. Der Kongress soll insbesondere Fachpersonen für Erziehung, Sozialarbeit, Familienbegleitung, Verantwortliche für Familien und Erziehung in den Gemeinden, Präventionsfachpersonen, Schulleitungen, Lehrpersonen, Vertretungen von Schulbehörden, Bildungsverwaltung, Jugendarbeiter/innen, Politikerinnen/Politiker, Forschende unterschiedlicher Fachrichtungen ansprechen.
Für einen Einstieg habe ich Ihnen anbei ein paar «Teaser» zusammengetragen.
Gluschtig gmacht?
Hier können Sie sich anmelden: Wissenschaftskongress – Think Tank Thurgau
Und nun wünsche ich Ihnen von Herzen schöne Frühlingsgefühle!
Herzlich,
Kris Vietze
Stiftungsrätin Think Tank Thurgau
Liebi, Sex und Öpfelbömm
- Biologie der Frühlingsgefühle – was der Lenz in unserem Körper wecktJedes Jahr zaubert der Frühling neue Lebensenergie und Flirtlust hervor. Forscher bestätigen: Mehr Licht drosselt das Schlafhormon Melatonin und steigert Sexualhormone wie Testosteron und Östradiol, was uns wacher und flirtfreudiger macht. Auch Serotonin, das Glückshormon, steigt an und hebt die Stimmung. Die Natur begeistert mit Farben, Düften und Klängen und entfacht eine psychologische Aufwärtsbewegung. Trotz gelegentlicher Frühjahrsmüdigkeit oder Allergien: Der Lenz ist da, hinaus in den Frühling!
- Wann ist es die »große Liebe«?Trotz wachsender Unabhängigkeit bleibt der Traum von der »großen Liebe« tief verankert. Die Literatur zeigt, dass romantische Liebe mehr als persönliches Glück ist – sie spiegelt unsere Suche nach Identität und Verbundenheit wider. Von Schlegels revolutionärer Idee in »Lucinde« bis Baldwins »Giovannis Zimmer« ist Liebe ein Balanceakt zwischen Selbstverwirklichung und gesellschaftlichen Erwartungen. Die Frage bleibt: Erfüllt uns das romantische Ideal wirklich, oder sollten wir Liebe neu definieren?
- KI-Beziehungen: Wenn Menschen sich in KI-Chatbots verliebenEine Studie der Uni Duisburg-Essen, geleitet von Psychologin Paula Ebner, untersucht das Phänomen, dass sich Menschen in KI-Chatbots verlieben. Wesentliche Faktoren sind romantisches Fantasieren und Anthropomorphismus. Überraschenderweise spielt Einsamkeit eine geringere Rolle. Die Beziehungen können positive Effekte haben, bergen jedoch Risiken, gerade bei unzureichender Moderation und Regulierung seitens KI-Anbietern und Behörden.
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- Foto von Nathan Hulsey auf Unsplash: Foto von Nathan Hulsey auf Unsplash