Liebe Leserin, lieber Leser
Ich möchte mit einem grossen Dank beginnen – danke von Herzen lieber Matthias, dass du dich seit Jahren mit grossem Engagement und ganz viel Leidenschaft in wichtigen Vorhaben und relevanten Themen im Thurgau einbringst und mit Beharrlichkeit und Kompetenz, aber auch mit viel Charme und Empathie, für das gesellschaftliche Leben da bist. So auch als Präsident des Verwaltungsrates der Bodensee-Arena (und natürlich auch weiterhin als Präsident des Stiftungsrates Think Tank Thurgau). Die Bodensee-Arena wird jetzt baulich und organisatorisch erneuert – als „Fast“-Kreuzlinger bedanke ich mich ganz herzlich für dein jahrelanges grosses Tun für unsere Arena! Und ganz allgemein für unseren Thurgau!
Positives BIP-Wachstum, aber doch unterdurchschnittlich zur gesamten Schweiz. Positive Entwicklung im Baugewerbe, aber doch weiterhin schwierig für die Exportwirtschaft. Positive Konsumprognosen dank Beschäftigungsgrad und tiefer Inflation, aber doch weiterhin hoher Druck auf Innovationskraft und fachliche Weiterbildung. Der Thurgau steht also gut und gerüstet da fürs 2026? Oder doch nur in Teilen? Oder lese ich die Einschätzungen zu optimistisch? Mich regt der Artikel an nachzudenken, wie wir heute in einem Jahr beurteilen, wie das laufende Jahr sich entwickelt hat und welchen eigenen Beitrag ich zum guten Gelingen geleistet habe.
Im Artikel zu KI-Nutzung bin ich über die Aussage gestolpert, dass die meisten Schweizerinnen und Schweizer mit Sorge auf KI und die nächste Technik-Generation blicken. Wirklich? Ein Kollege zeigt mir voller Stolz, wie er seine spannende und vielfältige Reise nach Asien digital verwaltet und sich bestens betreut und geführt fühlt. Bei den letzten fünf Ansprachen und Vorträgen wurde in der Einleitung von vier Redner:innen gesagt, sie hätten ein KI-Tool zur Unterstützung genutzt (alle Vortragenden waren übrigens über 60 Jahre alt). Die im Artikel aufgezeigten Nutzungsdaten finde ich spannend – hohe Nutzung zwar, bei gleichzeitig grosser Sorge. Früher galt doch – was mir Angst macht, das lasse ich weg oder mache bestmöglich einen grossen Bogen um das Thema herum. Heute nutzen wir in zunehmendem Masse und in immer breiteren Bevölkerungsschichten ganz viel KI (und ehrlicherweise sind wir doch fast ausnahmslos alle begeistert von den Möglichkeiten), gleichzeitig steigt die Sorge, wie die Welt und wie sich mein Leben entwickelt. Ich werte dabei weder Chancen noch Ängste; ich frage mich, wie wir mit sich-vertraut-machen, mit verstehen, lernen, adaptieren und mit lustvollem Mut Vertrauen gewinnen und Sorgen eindämmen können. Und die Alten nicht abhängen.
Der letzte Artikel zu Seethermie lege ich ohne weitere Ausführungen bei. Das Thema interessiert mich schon immer. Die Relevanz für den Thurgau erachte ich als gross. Wie so oft ist die Frage der Finanzierung die entscheidende Frage zur Machbarkeit.
Und zu guter Letzt: Das Netzwerk Thurgau Wissenschaft hat erneut und bereits zum achten Mal den Forschungspreis Walter Enggist ausgeschrieben. Der Preis ist mit CHF 15’000.- dotiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Bezug zum Kanton Thurgau sind eingeladen, ihre Forschungsarbeiten bis am 31. März 2026 einzureichen. Die eingereichten Arbeiten werden von einer breit zusammengesetzten und unabhängigen Beurteilungskommission bewertet. Die Preisverleihung findet am 16. September 2026 im Rahmen einer öffentlichen Feier an der Kantonsschule Frauenfeld statt. Weitere Angaben zum Forschungspreis Walter Enggist und zur Einreichung von wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie auch auf der Webseite unter www.forschungspreis.tg.ch. Reservieren Sie sich doch heute schon das Datum der Preisverleihung.
Ich wünsche Ihnen einen gelingenden Start in die neue Woche, weiterhin gute Gesundheit in dieser hartnäckigen Grippe-Zeit und viel Genuss beim Lesen und in Ihren Gedanken zu den Themen im heutigen Newsletter.
Herzlich, Martin Engelhart
Stiftungsrat Think Tank Thurgau
- Nachhaltige Zukunft sichernDie Bodensee-Arena wird erneuert und die organisatorische Führung neu aufgestellt. Matthias Mölleney prägte über 20 Jahre die Geschicke dieser über die Grenzen hinweg wichtige Sport- und Kulturstätte. Herzlichen Dank dafür!
- Der Thurgau spürt den GegenwindEine spannende Einschätzung, wie der Thurgau sich 2026 wirtschaftlich und gesellschaftlich entwickeln wird. Teilen Sie diese Einschätzung – was ist Ihre Meinung?
- KI-Nutzung – Alte werden abgehängtIch glaube nicht, dass man pauschal sagen kann, dass die Alten abgehängt werden. Zuviele Beispiele widerlegen mir diese Aussage. Aber dran bleiben, (lebenslang) lernen, ausprobieren, sich getrauen, tun … der Schlüssel zu Vertrauen und dem eigenen positiven Nutzen wird auch hier sein, sich einzulassen und anzunehmen. Statt abzulehnen.
- Energiequelle See – Der Bodensee soll Häuser heizen und kühlenWir berichten seit Jahren über die Möglichkeiten und Chancen, die „Klimaanlage“ See zu nutzen – Seethermie. Es braucht Geld, es braucht Investitionen – jetzt, damit wir über die Zeit günstiger und breiter diese zukunftsträchtige Energiegewinnung nutzen können.